Locations of visitors to this page

Zum Anzeigen von PDF-Dateien:
28.01.2008 RSS Feed

Export - Deutsche Holsteins im Jahr 2007

Von den deutschen Holsteinzüchtern wurden im Jahr 2007 61.046 Färsen in 32 Länder vermarktet. Dies bedeutet zwar einen deutlichen Rückgang um 28% im Vergleich zum Vorjahr, dennoch liegt das gute Ergebnis über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Erfreulicherweise stiegen die Preise für die Exportfärsen im Laufe des Jahres stetig an und lagen im Exportjahr 2007 im Durchschnitt um rund 90 Euro über denen des Jahres 2006, so dass der wertmäßige Rückgang deutlich niedriger war.

Das Exportgeschehen wurde wesentlich von dem Auftreten der Blauzungenkrankheit beeinflusst. Durch die Schäden, die die Krankheit bei den Rindern in den Hauptaus­bruchsgebieten auslöste (schlechte Fruchtbarkeit, verminderte Leistung, Tod), wurde das Angebot für die Vermarktung besonders in der zweiten Jahreshälfte stark eingeschränkt, da die Züchter die Tiere für den eigenen Bestand benötigten. Darüber hinaus war eine generell verstärkte Nachfrage auf dem Inlandsmarkt zu verzeichnen, die ebenfalls das Angebot für den Export dezimierte. Außerdem kauft der Großteil der Kunden, bzw. der Importländer ausschließlich Rinder bei denen nachgewiesen wurde, dass sie nicht mit dem Blauzungenvirus infiziert sind bzw. waren.

Der Export nach Südeuropa kam aufgrund der Verbringungsbeschränkungen in Folge der Blauzungenkrankheit fast zum Erliegen. Der Einbruch in Südeuropa konnte zum Teil von den Beneluxstaaten kompensiert werden, die 7.500 Holsteinfärsen so viele wie nie zuvor in Deutschland kauften. Dies unterstreicht die große Wertschätzung der Deutschen Holsteins bei unseren Nachbarn, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Niederlande zu den größten Zuchtrinderexporteuren in Europa zählen. Innerhalb der EU wurden die meisten Tiere nach Belgien, in die Niederlande, nach Polen und Ungarn verkauft.

Über die Hälfte der exportierten Tiere wurde in Staaten außerhalb der EU vermarktet. Besonders stark als Käufer traten hierbei Kunden aus Russland in Erscheinung, die rund zwei Drittel der Drittlandfärsen importierten. Darüber hinaus wurden größere Stückzahlen nach Kroatien, Marokko und nach einer längeren Pause erstmals wieder in die Ukraine geliefert.

Der Durchschnittspreis für Exportfärsen ist in den letzten zehn Jahren um rund 150 Euro gestiegen und liegt derzeit auf einem Niveau bei dem auch die Betriebswirtschaftler attestieren werden, dass sich Färsenaufzucht auch für den Export wieder lohnt. Eine Vorhersage für die Preisentwicklung ist schwierig. Im laufenden Jahr ist aufgrund verschiedener Faktoren mit einem knappen Angebot an exportfähigen Tieren zu rechnen, so dass bei konstanter Nachfrage mit akzeptablen Erlösen im Export kalkuliert werden kann.



Aktuelles...

 


nach oben zurück Druckansicht