28.02.2017RSS Feed

Zuchtrinderexporte 2016 nur knapp unter dem Rekordergebnis vom Vorjahr

Pressemitteilung Export 2016 Grafik

In den letzten drei Jahren wurden jeweils mehr als 75.000 Zuchtrinder exportiert

 

Im Kalenderjahr 2016 wurden 79.265 Zuchtrinder der Rasse Deutsche Holsteins in 39 Länder exportiert, wobei das Vorjahresergebnis (81.649 Zuchtrinder) nur knapp unterschritten wurde. Die hohen Exportzahlen der letzten Jahre dokumentieren die Zufriedenheit der internationalen Abnehmer. Nach den schwierigen Jahren 2012 und 2013 mit jeweils rund 50.000 exportierten Zuchtrindern, wurden nun zum dritten Mal hintereinander mehr als 75.000 Zuchtrinder an internationale Kunden geliefert. Die Verteilung der Zuchtviehexporte 2016 auf die wesentlichen Regionen ist in der beigefügten Grafik dargestellt (Grafik: Verteilung der Exporte auf die Regionen Drittland-Sonstige (v.a. Türkei, Rußland, Libanon, Usbekistan, Libyen), Nordafrika (v.a. Marokko, Ägypten, Algerien), EU-Mitte (v.a. Großbritannien, Niederlande, Belgien), EU-Ost (v.a. Polen, Rumänien, Ungarn) sowie EU-Süd (v.a. Italien, Spanien, Griechenland). Der Drittland-Anteil von 65,8 % (Vorjahr 65,5 %) ist annähernd konstant.

 

Mit insgesamt 27.069 exportierten Zuchtrindern weist der EU-Binnenmarkt für 2016 einem Anteil von 34,2 % (Vorjahr 34,5 %) aus. Italien, Großbritannien, Polen, Niederlande, Belgien, Spanien und Rumänien haben jeweils mehr als 1.000 Zuchtrinder importiert. Hauptabnehmer sind Italien mit rund 27 % der EU-Exporte sowie mit jeweils 15 % Großbritannien, Polen und die Niederlande.

 

Die Abnehmerländer Türkei und Rußland dominieren den Drittlandmarkt und werden durch die nordafrikanischen Länder Marokko, Libanon, Ägypten und Algerien ergänzt. Usbekistan, Aserbaidschan und Turkmenistan haben ebenfalls größere Lieferungen erhalten. Ziel einiger Drittländer ist es, sich durch eine einheimische Milchproduktion vom Import von Milchprodukten unabhängiger zu machen. Auch spielt oft die Nachfrage nach regionalen, frischen Milcherzeugnissen, die nur durch eine eigene Milchproduktion vor Ort gedeckt werden kann, eine wichtige Rolle. In einzelnen Ländern gibt es daher staatliche Unterstützungsprogramme für Investitionen in die Milcherzeugung.

 

Deutsche Holsteins verfügen seit Jahren über eine gute internationale Nachfrage, bedingt durch die guten Qualitäten und der in deutschen Zuchtorganisationen vorhandenen Logistik für den Zuchtviehexport. Mittlerweile sind, bedingt durch die sich langsam erholenden Milchauszahlungspreise, die Preise für Zuchtvieh auf den monatlichen Auktionen wieder gestiegen. Dem positive Effekt eines höheren Einkommens für den Zuchtbetrieb steht eventuell mittelfristig ein Rückgang der Zuchtviehexporte gegenüber. Für Zuchtviehexportunternehmen besteht nun die Herausforderung, unter diesen Rahmenbedingungen international konkurrenzfähige Angebote unterbreiten zu können. Nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage ist zurzeit jedoch für 2017 von einem positiven Exportmarkt auszugehen.

 

Bonn, 28.02.2017

Deutscher Holstein Verband e.V. (DHV)


 


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