Brüssel prüft Anhebung des BSE-Testalters auf 48 Monate

Die Europäische Kommission will den EU-Mitgliedstaaten gestatten, Rinder erst ab vier Jahre statt wie bisher bereits ab zweieinhalb Jahren auf Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) zu testen. Das hat die Brüsseler Behörde vergangene Woche dem EU-Ausschuss für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit mitgeteilt. Für die Anhebung des BSE-Testalters müssen die Mitgliedsländer jedoch einen Antrag stellen und nachweisen, dass sie in den vergangenen sechs Jahren das Tiermehlverbot und das BSE-Testprogramm ordnungsgemäß umgesetzt sowie die Rückverfolgbarkeit von Rindfleisch gewährleistet haben. Die ersten Anträge - darunter einer aus Deutschland - sind bereits bei der Kommission eingegangen und werden derzeit von ihr geprüft. Wenn die EU-Behörde die eingereichten Unterlagen für überzeugend hält, unterbreitet sie dem Ausschuss für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit einen entsprechenden Vorschlag für die Anhebung des Testalters, und zwar ausschließlich in dem betreffenden Land. Das neue Mindestalter für BSE-Tests soll sowohl für äußerlich gesunde Rinder als auch für notgeschlachtete und auch für Tiere gelten, die in Betrieben verendet sind. Die ersten Entscheidungen werden für Oktober dieses Jahres erwartet. Die Kommission begründete ihre Initiative auf eine Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) von Juli dieses Jahres, wonach den Behörden in der EU-15 bei einer Anhebung der Testaltersgrenze auf 48 Monate weniger als ein BSE-Fall pro Jahr durch die Lappen ginge. Der irische Landwirtschaftsminister Brendan Smith begrüßte die Kommissionsinitiative. Damit könnten sich die Landwirte über erhebliche Einsparungen freuen.


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