Rekordergebnis im Holstein-Zuchtrinderexport
Im Jahr 2006 exportierten die deutschen Holstein-Zuchtverbände knapp 85.000 Holsteinfärsen in 33 Länder, so viele wie noch nie in der Jahrzehnte langen Exportgeschichte von Zuchtrindern der Rasse Deutsche Holsteins. In den letzten drei Jahren wurde die Anzahl der in das Ausland verbrachten Rinder kontinuierlich gesteigert und lag im Jahr 2006 21 % über dem des Vorjahres. Der Umfang des Zuchtrinderexportes wurde innerhalb von vier Jahren verdoppelt und bestätigt das große Potential der in Deutschland am stärksten vertretenen Rasse, sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht.
Wie in der Vergangenheit haben die Züchter aus Niedersachsen den größten Anteil an der Exportvermarktung. Rund 62 % der aus Deutschland exportierten Holsteins stammten aus den Zuchtbetrieben in Niedersachsen. Die ostdeutschen Bundesländer konnten ihren Anteil überproportional um 36 % steigern. Die Erlöse für die Züchter entwickelten sich aufgrund der großen Nachfrage positiv und lagen im Durchschnitt um 20 Euro je Tier höher als im Vorjahr.
Der Anteil am Export in Länder außerhalb der EU hat sich vergrößert, 52 % der Rinder wurden an Kunden innerhalb der EU verkauft. Hier waren nach wie vor die südeuropäischen Länder Italien, Spanien und Griechenland die Hauptabnehmer. Allerdings ist der Lieferumfang mit der zunehmenden Ausbreitung der Blauzungenkrankheit nach Südeuropa drastisch zurückgegangen. Sehr stark zugenommen hat hingegen die Nachfrage aus den Benelux-Staaten. Die Anzahl der in diese Region exportierten Rinder hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Der zahlenmäßig größte Absatzmarkt im Drittland war die Russische Föderation. Dieser traditionelle Exportmarkt wird voraussichtlich auch im Jahr 2007 zu den wichtigsten Absatzmärkten zu gehören.
Der Einfluß der Blauzungenkrankheit war in den letzten Monaten des abgelaufenen Jahres deutlich zu spüren. Die Variation an Exportländern ist dadurch noch deutlich eingeschränkt. Dennoch sind die Aussichten für das neue Exportjahr gut. Nun gilt es, in den nächsten Monaten, die Veterinäratteste auf die neuen Rahmenbedingungen anzupassen, um somit die vorhandene Nachfrage bedienen zu können.


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