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29.01.2009 RSS Feed

Zuchtrinderexport 2008

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 47.126 Holsteinrinder in 32 Länder weltweit verkauft. Dies sind rund 23 % weniger als im Vorjahr. Grundsätzlich wurde die Exportvermarktung stark durch die Verbringungsbeschränkungen auf Grund der Blauzungenkrankheit (BT) eingeschränkt. Besonders schwer betraf dies die nordwestlichen Zuchtgebiete, die im vergangenen Jahr eine hohe Anzahl von Neuausbrüchen des BT Serotyps 8 zu verzeichnen hatten. Nahezu gänzlich zum Erliegen kam der EU-Export in den Regionen, die durch das erstmalige Auftreten des BT Serotyps 6 in Deutschland zusätzlich betroffen sind.

 

Über die Hälfte der Tiere wurde in Länder außerhalb der EU exportiert. Hauptabnehmer waren hier wie im Vorjahr Russland, gefolgt von Marokko und Kroatien. Innerhalb der EU waren Belgien, Spanien und die Niederlande die zahlenmäßig größten Geschäftspartner. Dabei konnte der Rekordverkauf in die Niederlande und Belgien vom Jahr 2007 nochmals deutlich gesteigert werden. Die südeuropäischen Traditionsmärkte konnten aufgrund von BT nicht der Nachfrage entsprechend beliefert werden. Der mengenmäßige Rückgang im Export konnte zum Teil durch die sehr gute Preisentwicklung kompensiert werden. Der bundesweite Durchschnittspreis pro Tier lag rund 200 Euro über dem des Jahres 2007. Die Aussichten für den Export in diesem Jahr werden im Wesentlichen von der weiteren Entwicklung bzw. Verbreitung der Blauzungenkrankheit in Deutschland beeinflusst. Dabei dürften Angebot und Nachfrage nach derzeitiger Einsschätzung, allerdings mit regionalen Unterschieden, in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

 

 



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